Ökumene

Katholisch und reformiert: Vier Fricktaler Pfarreien arbeiten enger zusammen

Vertreter der Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen haben sich für ein gemeinsames Logo starkgemacht.

Die katholischen und reformierten Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen bilden eine ökumenische Gemeinschaft unter dem Motto «Zäme glaube – zäme wachse».

Vier gut miteinander verbundene Gotteshäuser auf dem neuen Pfarreilogo symbolisieren eine über Jahre gewachsene, lebendige ökumenische Gemeinschaft der vier katholischen und reformierten Pfarreien in Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen.

Doch wie könnte man in Zukunft noch enger zusammenarbeiten? Bei einem Treffen von Vertretern der vier Kirchengemeinden im November vergangenen Jahres fand man dafür das verbindende Motto für die nächsten zwei bis drei Jahre: «Zäme glaube – zäme wachse».

Gedacht als Anregung und Leitfaden für die unterschiedlichen Pfarreigruppierungen bei der Gestaltung ihrer Aktivitäten sowie dem Ausbau gemeinsamer Projekte. Denn das Interesse am Thema Gemeinschaft und Zusammenwachsen war und ist gross.

Das neue Logo wird am Wochenende vorgestellt

Mit einem einheitlichen Logo ist es darüber hinaus ein öffentliches Signal. Menschen sollen angesprochen und erreicht werden, am bunten Alltag der kirchlichen Gemeinden mitzumachen. Ideen sind jederzeit willkommen.

Das verbindende Motto und das neue Logo werden im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes am 18. und 19. Januar zu Beginn der Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar vorgestellt. Die Gebetswoche hat eine lange Tradition.

Sie geht zurück in das Jahr 1910, seit 1966 wird sie vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen sowie der Kommission Glaube und Kirchenverfassung vom Ökumenischen Rat der Kirchen vorbereitet. Die Texte dafür werden jedes Jahr aus einer anderen Region der Welt verfasst. 2020 kommen sie von Malta. Die Texte beziehen sich auf die Apostelgeschichte.

Im Jahr 60 nach Christus erlitt Apostel Paulus vor Malta im Mittelmeer Schiffbruch, doch alle 276 Personen an Bord konnten gerettet werden und wurden von den Einheimischen herzlich willkommen geheissen. Seitdem ist der christliche Glaube dort ein wesentlicher Bestandteil der Kultur, Ökumene wird seit langem gelebt, die Einheit der Christen und die gegenseitige Wertschätzung werden gefördert.

So bekommt dieses Thema in der heutigen Zeit noch einmal eine besondere Bedeutung angesichts der Menschen, die vor Krieg und Vertreibung oftmals in seeuntauglichen Booten über das Mittelmeer flüchten, auf Hilfe und Gastfreundschaft in einer christlichen Gemeinschaft hoffend, auf Respekt auch vor ihrer anderen Kultur und einem anderen Glauben.

Die ökumenischen Gottesdienste zu dieser Gebetswoche finden am 18. Januar um 18.45 Uhr in Oeschgen statt und am Sonntag 19. Januar um 9.30 Uhr in Gipf-Oberfrick und um 10.45 Uhr in der reformierten Kirche in Frick statt. (az)

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