Kultur

«Innovative und bedeutende Stimme»: Sibylle Berg erhält Grand Prix Literatur 2020

Sibylle Berg bei der Verleihung des Schweizer Buchpreises letzten November.

Das Bundesamt für Kultur zeichnet Sibylle Berg mit dem diesjährigen Grand Prix Literatur für ihr Gesamtwerk aus. Die deutsch-schweizerische Schriftstellerin gewann letztes Jahr bereits den Schweizer Buchpreis.

(dpo) Der alljährlich verliehene, mit 40'000 Franken dotierte Preis, geht laut Bundesamt für Kommunikation (BAK) an eine Persönlichkeit, «die sich auf einzigartige Weise für die Schweizer Literatur einsetzt.» Wie das BAK am Dienstag mitteilt, wird der diesjährige Grand Prix Literatur an die Autorin Sibylle Berg verliehen.

Die Eidgenössische Jury für Literatur würdigt Sibylle Berg in ihrer Mitteilung als «innovative, engagierte und bedeutende Stimme der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur.» Für ihren neusten Roman «GRM Brainfuck» erhielt die Schriftstellerin erst kürzlich den Schweizer Buchpreis 2019. Das dystopische Buch berichtet über das Leben von vier Jugendlichen in einem totalen Überwachungsstaat.

Sibylle Berg wurde 1962 in der DDR in Weimar geboren und siedelte später in die Bundesrepublik Deutschland über. In Hamburg studierte sie Ozeanographie und Politikwissenschaft. Berg jobbte unter anderem als Gärtnerin, Putzfrau und Sekretärin, ehe sie zu schreiben begann.

1996 zieht Sibylle Berg nach Zürich und veröffentlicht 1997 ihren ersten Roman «Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot». Als Autorin, Dramatikerin und Journalistin hat sie seither 15 Romane sowie zahlreiche Theaterstücke und Hörspiele verfasst.

Nebst Sibylle Berg erhält auch Marion Graf eine Auszeichnung des BAK, nämlich den Spezialpreis Übersetzung. Die Verleihung der Preise wird am 13. Februar in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in der Nationalbibliothek in Bern stattfinden. Gleichzeitig werden dort auch die Schweizer Literaturpreise für im vergangenen Jahr erschienene literarische Werke vergeben werden.

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