Stromkongress

UVEK-Chefin Sommaruga zeigt sich optimistisch zur Energiewende

Die Gewinnung durch Strom mittels Solarzellen soll ausgebaut werden. (Symbolbild)

Obwohl die letzten Studien zur Energiewende eher ein verhaltenes Fazit ziehen, betont Sommaruga am Stromkongress die Chancen erneuerbarer Energieträger. Doch die Branche wird sich bewegen müssen.

(gb.) Solaranlagen auf Dächern von Hallenbädern, Parkhäusern und Gewerbebauten. Bauern, die dank der Sonnenenergie zu einer neuen Einkommensquelle kommen. Solardächer als neuer Standard bei Neubauten. So stellt sich Sommaruga die Zukunft der Energieproduktion in der Schweiz vor. In ihrer Rede am Stromkongress, wo sich Vertreter der Industrie, der Energiebranche und dem Dienstleistungssektor am Donnerstag trafen, betonte die UVEK-Chefin und Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga vor allem die Chancen der erneuerbaren Energieträger.

Dass die Energiewende – also die Abkehr von fossilen Energieträgern und der Atomenergie – in letzter Zeit eher zögerlich vorangeschritten ist, erwähnte die Bundespräsidentin in ihrer Rede nicht. Eine Studie des Bundesamts für Energie von vergangenem Herbst hatte gezeigt, dass etwa der Ausbau der Windenergie harzt.

Doch Sommaruga will «Schub» geben, wie sie betonte, vor allem im Bereich Wasserkraft und Sonnenenergie. Und sie sicherte der Branche Unterstützung zu: Im Frühling tritt das Energiepaket in Kraft, gemäss dem unter anderem die Mittel für die Beträge in Investitionen in die Wasserkraft verdoppelt werden.

Stromproduzenten sollen neue Geschäftsfelder besetzen

Im Gegenzug sollen sich aber auch die Produzenten und Händler bewegen. Die Strom- und Energieunternehmen müssten neue Geschäftsfelder besetzen und zu Dienstleistern werden, sagte Sommaruga. Diesen Schritt hätten einige Unternehmen schon erfolgreich getätigt.

Am Schluss kam Sommaruga auf einige offene Fragen zu sprechen, die sie gemeinsam mit der Branche angehen wolle. Zum Beispiel sei noch unklar, wie all der erneuerbar produzierte Strom langfristig gespeichert werden kann und wie das neue Tarifmodell aussehen soll.

Offen lassen musste Sommaruga auch die Frage nach einem Stromabkommen mit der EU. Die Schweiz sei zwar die Stromdrehscheibe Europas, doch ob und wann ein Stromabkommen zustande kommt, hänge vom Abschluss des Rahmenabkommens ab.

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